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Freie Schule am See putzt sich gründlich heraus.

Langscheid. In der „Freien Schule am See“ laufen die Vorbereitungen für den Start des neuen Schuljahres im August auf Hochtouren. Wie berichtet, wird der Unterrichtsbetrieb künftig in freier Trägerschaft durchgeführt. Im Gespräch mit dieser Zeitung gibt Fördervereins-Vorsitzende Dr. Jaqueline Bila Auskunft über den aktuellen Stand der Dinge.

Die neue „Freie Schule“ startet nach den Sommerferien, wie sieht es derzeit im Gebäude aus?

Dr. Jaqueline Bila: Seit dem letzten Schultag vor den Sommerferien arbeiten die Eltern intensiv, um das Gebäude zu renovieren. Die Stadt Sundern hat das Gebäude in wesentlichen Bereichen gut unterhalten, aber natürlich wurde im Hinblick auf die beschlossene Auflösung der Antoniusschule im Innenbereich weder Geld noch Zeit in­vestiert. Da die Schule nun dem Förderverein gehört, ist es auch unser Ehrgeiz, sie wieder an allen Ecken gut in Schuss zu bringen.

Was genau wird alles gemacht?

Es wird gemalert, lackiert, abgeklebt, verputzt, Toiletten werden neu gefliest, neue Heizkörper angebracht, Türen abgeschliffen, der Boden grundgereinigt und versiegelt. Regale und eine Gartenhütte sind aufzubauen, Pflanzen werden in den neu angelegten Garten gesetzt, ein Zaun um den Garten wurde aufgestellt. Jeden Tag wird in kleinen Trupps von morgens bis abends gewerkelt. Aber obwohl unter den Eltern hervorragende Handwerker sind, müssen auch Gewerke nach außen vergeben werden. Das übernehmen ortsansässige Firmen. Die Eingangs­halle wird neu verglast und bekommt eine Heizung, die Decke wird abgehangen, ein Lichtsystem installiert, neuer Boden verlegt.

Wie weit sind die Vorbereitungen des neuen Teams Schulleitung/Lehrerinnen ­gediehen?

Das hoch motivierte, engagierte Lehrerteam ist vollständig und arbeitet schon jetzt sehr gut zusammen.

Was ist am ersten Schultag geplant und wie viele Schüler sind dabei?

Der erste Schultag (12. August) ist als Kennenlern-Tag geplant, dient der Vorbereitung des Empfangs der Erstklässler am 13. August. Die Einschulung der Erstklässler beginnt mit einem Gottesdienst um 9 Uhr in der Antoniuskirche, dann folgt ein buntes Programm mit Begrüßung, Chor, Patenschaften und Kaffee für die Eltern, Paten und Großeltern. Das offizielle Eröffnungsfest, zu dem Bürgermeister, Vertreter der Ratsfraktionen sowie Leiter/Lehrer der umliegenden Schulen und Erzieher der Kindergärten, aber auch das ganze Dorf eingeladen sind, findet am 15. August ab 14 Uhr an der Schule statt. Alle Kinder, die bisher an der Antoniusschule waren, sind an der Freien Schule am See angemeldet. In den Klassen 2 und 4 sind neue Kinder dazu gekommen. Die neue erste Klasse startet mit 16 Kindern. Wir haben die Schule für 80 Schüler geplant, derzeit sind 74 Kinder in vier Klassen angemeldet. In allen Klassen sind noch Plätze frei, nur die dritte Klasse ist schon recht voll. Es können noch Kinder bis zum Schulstart angemeldet werden.

Wie fühlen sich die „Macher“ (Eltern, Lehrer, Fördervereinsvorstand, etc.) so kurz vor dem Ziel?

Wir sind sehr zufrieden, freuen uns über das Erreichte – und sind ehrlicherweise ziemlich erschöpft. Es ist ein unglaublicher Zusammenhalt im Dorf, viele Eltern sind sehr fleißig und leisten wesentlich mehr als ihre Elternpflichtstunden. Auch die Vereine bringen sich ein, der Musikverein hat einen Klassenraum gestrichen, die Sportvereine übernehmen die Grundreinigung der Turnhalle. Die Lehrer krempeln die Ärmel hoch, helfen mit und richten mit Spaß „ihre“ Klassenräume mit aufgearbeiteten Möbeln ein. Das Projekt zeigt: Gemeinsam kann man in kurzer Zeit viel schaffen. ­Alle sind sehr motiviert, aber es ist wie auf jeder Baustelle: mehr Arbeit als erwartet. Daher können wir jede helfende Hand und jede finanzielle Unterstützung für unsere Schule und unsere Kinder gut gebrauchen.